hallo Ahrendt - Ernährung + Genuss - immer eine gute Figur
   
  Ahrendt
  Ernährung + Genuss - immer eine gute Figur
 

Hier finden Sie einige Tipps, mit denen es leichter fällt, leichter zu werden:

Ein Trost vorweg: Sie sind nicht allein. Mehr als 20% der Bevölkerung ist stark übergewichtig. Und jedes Jahrzehnt steigt das durchschnittliche Gewicht um 2 Kg als Folge immer grösserer Kalorienzufuhr und immer weniger körperlicher Tätigkeit. Deshalb können wir uns auch vor Diäten und Ernährungstipps kaum noch retten. Aber hilft das wirklich? Meist eher nicht. Und selbst, wenn man mal etwas Gewicht verloren hat, holt der JoJo-Effekt uns ziemlich rasch auf den Boden der Realität wieder zurück. Solange wir nur an der Ernährung, am Input, etwas ändern, werden wir keine nachhaltigen Erfolge erzielen. Also müssen wir auch etwas am Output tun. Das heisst, bewegen.

Hier nun einige Tipps:

BMI und Waage – Wegweiser in die falsche Richtung
Bereits ab einem BMI, oder ausgesprochen Body Mass Index, von 25 bis 29 gilt man als übergewichtig, ab 30 Punkte sprechen Experten von Fettleibigkeit. Doch mehrere Studien, unter anderem die der Universität Hamburg aus dem Jahre 2009, belegen eindrücklich, dass die höchste Lebenserwartung bei einem BMI von 27 zu finden ist. 

Denn der BMI vernachlässigt  alle relevanten Zusammenhänge im Körper, so vor allem das Verhältnis von Fett und Muskelgewebe. Das liegt daran, dass der BMI nichts weiter als eine simple mathematische Formel ist, die 1830 von dem belgischen Astronomen, Mathematiker, Statistiker und Soziologen Lambert Adolphe Jacques Quetelet eingeführt wurde, um soziologische Zusammenhänge in Bevölkerungsgruppen zu erklären. Ende der fünfziger Jahre entdeckten amerikanische Versicherungen im BMI eine Möglichkeit, Versicherungstarife zu erhöhen. Und heute glauben wir, dass er irgendetwas mit Gesundheit zu tun hat.

Das Körpergewicht ist nur einer von vielen Indikatoren für die körperliche Verfassung. Und doch stehen alle Menschen auf der Waage und hoffen, dass diese ihnen einen niedrigeren Wert anzeigt. Aber das ist eben nicht der wichtigste Aspekt der körperlichen Veränderung. Eine Bekannte von mir, die angefangen hatte Sport zu treiben, war nach kurzer Zeit frustriert, weil ihr Gewicht immer mehr wurde statt weniger. So gab sie den Sport auf und wurde zwar wieder einiges leichter, doch leider auch dicker. Sie hatte eben nicht berücksichtigt, dass Muskelgewebe viel schwerer als Fett ist, Die Waage zeigt uns zwar ein höheres Gewicht an, doch der Körper ist straff und schlank. Umgekehrt gilt das übrigens genau so. Die Waage zeigt uns ein niedrigeres Gewicht an, doch wir haben in Wirklichkeit nur Wasser verloren und unsere Muskeln in Fett verwandelt.

Bei einer Untersuchung der BKK, der Betriebskrankenkassen, kam beispielsweise heraus, dass 75% der Rückenprobleme auf mangelnde Muskulatur zurückzuführen sind. Wenn wir also unsere Muskeln in Fett verwandeln, nur um dem Diktat der Waage zu gehorchen, zerstören wir in Wirklichkeit das wichtigste Organ unseres Körpers, in dem Energie verbrannt wird. Wir werden zwar leichter, doch auch immer schwächer!

Es gibt viel bessere Möglichkeiten, das Abnehmen zu kontrollieren als das Gewicht. Es beginnt ganz schlicht schon mal damit, dass die Kleider zu weit werden. Die Zwerge, die in der Vergangenheit in der Nacht kamen, um die Kleider enger zu nähen, kommen nun, um die Kleider weiter zu machen. Die Löcher im Gürtel zeigen mit der Zeit einen Fortschritt der körperlichen Veränderung an. Auch ein Maßband ist ein unbestechliches Instrument. In einer Tabelle kann man die gemessenen Werte für Taille, Arme, Brust und Beine eintragen und so täglich oder wöchentlich seinen Fortschritt erkennen. Wichtig hierbei ist, sich in den ersten Tagen nicht entmutigen zu lassen, denn bei jedem Training wird Fett verbrannt und dafür Muskeln aufgebaut. So werden am Beginn die Maße zwar etwas zunehmen, doch bereits nach einiger Zeit wird der Fortschritt beim Abnehmen sichtbar – und spürbar.

Richtig essen und sich wohlfühlen
Nur wer gesund und leistungsfähig ist, wird sich auf Dauer in seinem Körper wohlfühlen. Dabei ist eine der wesentlichen Voraussetzungen unser tägliches Essen.

Solange es uns nicht gelingt, uns ausgewogen zu ernähren, sind die Folgen absehbar: Adipositas oder Übergewicht, Diabetes, Herz und Gefäßkrankheiten bis hin zu Schlaganfall oder Herzinfarkt, Bluthochdruck und anderes führen zu frühem Tod und verkürzen so unser Leben drastisch. Da helfen dann auch keine Appetitzügler, Schönheitscremes oder Wunderpillen! Lassen wir lieber unseren Körper entscheiden, was und in welcher Menge er an Nahrung braucht.

Wenn es uns gelingt, mehr auf unseren Körper zu hören, werden wir die Nahrung immer auf unseren Körper abstimmen, und wir liefern ihm genau die Nährstoffe, die wir wirklich brauchen. So werden wir mit allem versorgt sein und lange fit und leistungsfähig sein!

Kohlenhydrate - für die schnelle Energie
Kohlenhydrate liefern unserem Körper eine Energie, die schnell verbrannt und somit genutzt werden kann. Da Kohlenhydrate die wichtigsten Energielieferanten sind, fördert es unsere Gesundheit, wenn Kohlenhydrate einen Teil unserer Ernährung ausmachen. Kohlenhydratlieferanten sind vor allem Brot, Nudeln, Kartoffeln. 

Eiweiß - für unsere Körpersubstanz
Eiweiß baut unsere Körpersubstanz auf, sorgt für den Transport von Stoffen durch die Blutbahnen und unterstützt das Immunsystem. Dabei reichen täglich wenige Gramm Eiweiß, um ausreichend versorgt zu sein.  Eiweiß findet sich vor allem in Hülsenfrüchten, Fleisch, Fisch, Eier, Milch- und Vollkornprodukten.

Fett - für langfristigen Energiebedarf
Fett ist mit doppelt so viel Energie der größte Energielieferant unserer Nahrung. Damit ist bei einem hohen langfristigen Energiebedarf Fett ein wichtiger Bestandteil der Nahrung und sollte einen Teil der Nahrungsmenge ausmachen.  Fett ist enthalten in Wurst, Milchprodukten oder Nüssen.

Kauen und verdauen 
Unser Körper ist ursprünglich darauf angelegt, sich seine Nährstoffe aus Naturprodukten zu holen. Hören wir also auf damit, ihm ständig industriell vorgefertigtes Essen aufzunötigen. Hier hat unser Körper es viel schwerer, richtig zu verdauen.

Wie funktioniert unsere Verdauung eigentlich?  Stellen wir uns einmal vor, unser Körper ist ein Verdauungsunternehmen. In der Verdauungshalle, unserem Magen, sitzen die Verdauungsmitarbeiter und warten auf die Nahrungsmittel, die sie verarbeiten sollen. Durch unseren Mund und die Speiseröhre werden die Nahrungsmittel nun in die Verdauungshalle geschickt. Doch hier rächt sich schon unser erster Fehler. Meist essen wir viel zu schnell und vergessen, dass das Einspeicheln in unserem Mund beim Kauen, die Nahrungsmittel für die weitere Verarbeitung im Magen vorbereitet. Nun kommen im Magen große und unvorbereitete Klumpen an.

Diese Klumpen sind auch oft nicht natürlich. Kunststoffe und Ersatzstoffe machen es unseren Magenmitarbeitern zusätzlich schwer, die wichtigen Nährstoffe herauszuholen. Die Magenmitarbeiter haben viel mehr Aufwand, die Nährstoffe voneinander zu trennen und kommen mit der Arbeit kaum nach. Und schon kommen die nächsten Brocken. Um nun nicht in den Brocken zu versinken, wird ein Teil einfach schnell beiseitegeschoben. Ins Lager. Die überschüssige Energie wird in den Fettzellen gespeichert. Hier kann man sie später wieder herausholen um sie dann bei Bedarf zu verarbeiten. Doch dazu kommt es nicht. Denn später findet bereits eine neue Mahlzeit statt. Neue Brocken. Und wieder was ins Lager. Statt zu verdauen, werden einfach Fettvorräte aufgebaut. Und weil wir uns nach dem Essen meistens ausruhen oder wieder an unseren Schreibtisch gehen, werden diese Vorräte nie verbraucht. Lassen wir doch lieber einmal eine Mahlzeit aus und bewegen wir uns stattdessen etwas!

Tipps für die bessere Verdauung
Der Verdauungsprozess im Körper ist ein komplizierter Vorgang, der seine Zeit braucht. Darum sollte man auf die Zwischenmahlzeiten verzichten und dem Körper die notwendige Zeit geben, die Nahrung zu verdauen und die darin enthaltenen Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate, Nährstoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente aus der Nahrung herauszuholen und in den Körper weiter zu reichen. So können Blut, Gewebe usw. optimal versorgt werden. Dabei beginnt die Verdauung bereits im Mund. Nur wenn die Nahrung gut eingespeichelt ist, kommt sie im Magen bereits vorbearbeitet an und der Magen hat weniger Arbeit. Darum sollte man jeden Bissen gut 30mal kauen.

Nach dem Essen arbeitet unser Verdauungssystem weiter. Das einzige, was unser Körper dazu benötigt, ist Zeit. Da helfen eben keine Diäten, Schlankheitspillen oder Appetitzügler. Im Gegenteil, sie nehmen unserem Körper die Möglichkeit, natürlich und effektiv zu arbeiten. Wir sollten die Verdauungsarbeit eine Zeit lang nach dem Essen mit leichter Bewegung unterstützen und so die Nahrungsaufnahme kontinuierlich verbessern.

Somatische Intelligenz
Unsere Bedürfnisse sind individuell ganz unterschiedlich ausgeprägt. Darum ist optimale Ernährung nicht das, was wir lesen, lernen oder uns von so genannten Experten erzählen lassen, sondern das, was unser Körper wirklich braucht. Zu entscheiden, was und wie viel wir von den Nährstoffen brauchen, hilft uns unser Körper mit der somatischen Intelligenz, indem er uns durch Appetit oder Abneigung, durch Bekömmlichkeit oder Unverträglichkeit signalisiert, was er gerade braucht und was nicht. 

Unsere somatische Intelligenz verstehen wir besser, wenn wir bewusst essen und uns nach dem Essen fragen, ob es uns geschmeckt hat, uns bekommen ist und wie wir uns fühlen. Je öfter wir das machen, desto sicherer werden wir in unserer Körperwahrnehmung. Wenn man aber bedenkt, dass trotz täglich mindestens drei Kochsendungen im TV und Hunderten von Kochbüchern in den Buchhandlungen, Fastfood und Fertiggerichte den Großteil der Mahlzeiten der Menschen ausmachen, muss man allerdings hinter die menschliche Intelligenz, zumindest was den Prozess der Selbstvergiftung betrifft, einige Fragezeichen setzen.

Intelligenz heißt Einsicht und Erkenntnisvermögen. Unser Körper besitzt diese Intelligenz. Prinzipiell weiß unser Körper, was gut oder schlecht für ihn ist. Körperlich aktive und bewegte Menschen verfügen über eine ausgeprägte somatische Intelligenz. Ebenso Tiere in freier Wildbahn und Kinder vor der Einschulung, sofern sie im Freien spielen dürfen. Dies bedeutet, dass bewegte Menschen oft intuitiv richtig essen. Bei couch potatoes ist dies sehr selten der Fall. Leider haben wir mit der Zeit verlernt, die Sprache unseres Körpers zu verstehen. Unsere Aufgabe besteht also eigentlich nur darin, diese Sprache wieder zu erlernen und die Signale unseres Körpers zu beachten. Wenn wir wissen, was unser Körper braucht und was ihm schadet, dann brauchen wir nicht mehr zu verzichten oder aufwändig kochen, sondern können das tun, was das Wichtigste ist: Genießen!

Fettverbrennen statt vermeiden
Fettzellen sterben ab. Aber unser Körper ersetzt diese immer wieder. Und so bleibt die Anzahl unserer Fettzellen immer gleich. Diese Anzahl unserer Fettzellenschwankt, bewegt sich zwischen 50 und 120 Milliarden. In diesen Fettzellen wird Fett für Notzeiten gespeichert. Das erklärt auch den Jojo-Effekt: Wenn man längere Zeit hungert und so dem Körper zu wenig Energie zuführt, versuchen die Fettzellen, sich so schnell wie möglich wieder aufzufüllen.

Darum nützt es uns gar nichts, weniger zu essen, denn dadurch signalisieren wir dem Körper, dass er mehr braucht, um diese Notzeiten zu überstehen. Viel wichtiger ist es, das vorhandene Fett zu verbrennen. Dabei ist das einzige Organ, das Fett verbrennt, unsere Muskulatur.
Das bedeutet, je mehr man sich bewegt, umso mehr Fett wird verbrannt und damit aus den Fettzellen herausgeholt. 

 


 
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