hallo Ahrendt - Buchhandelsgeschichte
   
  Ahrendt
  Buchhandelsgeschichte
 

Buchhandelsgeschichte

Antike
6. Jahrhundert vC

Papyrus wird als Beschreibstoff aus Ägypten nach Griechenland importiert. Der ägyptische Umschlaghafen hiess Gubla, auf griechisch Biblos. Daher stammt der Begriff "Biblio" für alles, was mit Büchern zu tun hat.

5. Jahrhundert vC
In Griechenland verkaufen
Bibliopoles Kopien von Buchrollen.

3. Jahrhundert vC
Seit Kallimachos, Bibliothekar in Alexandria, werden
Pinakes, Kataloge der Bibliotheken, erstellt.

1. Jahrhundert
Als erster Verleger gilt der Römer Atticus.
Lectores lesen den Schreibsklaven vor, und es wurden so die Buchrollen vervielfältigt. 
In den ersten stationären Buchhandlungen in Rom,
Tabernae Bibliopolarum, werden die Buchrollen verkauft. Da die Häuser keine Fenster besassen, erfanden die römischen Buchhändler das Plakat.

In China wird das erste Papier hergrstellt

2. Jahrhundert
In Rom verdrängt der
Codex die Buchrolle. Damit ist er das erste Buch in der heutigen Form (viereckig und zum Blättern).
In Europa beginnt man, auf
Pergament, bearbeiteter Tierhaut, zu schreiben.


Mittelalter
5. - 12. Jahrhundert

Die Herstellung von Büchern erfolgt vor allem in den
Skriptorien, den Schreibstuben, der Klöster.

12. Jahrhundert

Über Spanien kommt die Technik der
Papierherstellung nach Europa.
Die ersten Universitäten werden gegründet.
Stationarii beliefern die Gelehrten mit Manuskripten, Handschriften.

14. Jahrhundert

im Jahre 1370 ist in Frankfurt am Main die erste "
Messe für Bücher" belegt. Ab dem 17. Jahrhundert verschiebt sich der Messeort nach Leipzig.
Pergament als Beschreibstoff wird vom
Papier abgelöst..

Druckerwerkstatt, Verlag und Handel sind in einer Hand.

Neuzeit
15. Jahrhundert
1440 erfindet Johannes Gutenberg den
Buchdruck mit beweglichen Lettern und die Druckerschwärze.
Alle Bücher, die zum Jahre 1500 nach der Drucktechnik Gutenbergs gedruckt wurden, nennt man
Wiegendrucke oder auch Inkunabeln, da sie die Wiege des modernen Buchdrucks darstellen, 

1487 verbietet eine päpstliche Verordnung den Druck von Erzeugnissen, die nicht den päpstlichen Behörden vorgelegt wurden und so beginnt die Geschichte der Zensur.

1488 wird der erste Verlag der Schweiz durch Johannes Petri, später Schwabe Verlag, in Basel gegründet.
16. Jahrhundert

1519 beginnt Christoph Froschauer, daraus wird später der heutige Orell Füssli Verlag, die Werke Ullrich Zwinglis und Erasmus von Rotterdam in Zürich zu drucken.

1564 gibt Georg Willer aus Augsburg den ersten Messekatalog heraus.

18. Jahrhundert

1786 eröffnet Friedrich Christoph Perthes in Hamburg die erste stationäre Buchhandlung im deutschen Sprachraum.

1796 entwickelt Alois Sennefelder den Steindruck die Lithografie, die die technische Grundlage für den späteren Offsetdruck (Abstossung von Fett und Wasser) darstellt.

19. Jahrhundert

1810 wird die erste mechanische Druckmaschine von Friedrich König patentiert und ermöglicht schnelleres Drucken in höheren Auflagen.

1822 erfand William Church die erste Typensatzmaschine und löste so den Handsatz ab.

1825 wird der Deutsche Börsenverein als Instrument zur Rationalisierung der Börse gegründet, entwickelt sich aber bald zur Interessenvertretung der Buchhändler und Verleger. Dazu gehören der Kampf gegen die Zensur und für das Urheberrecht und die Preisbindung.

1835 wird der unerlaubte Nachdruck von Büchern, Raubdruck, verboten.

1880 wird die Preisbindung für Bücher eingeführt.

1882 wird in der Schweiz von Karl Schmid und Hans Körber das Schweizer Buchzentrum als Schweizerisches Vereinssortiment gegründet.

1846 entwickelt Richard March Hoe die Rotationsdruckmaschine, bei der das Papier zwischen 2 Zylindern hindurch geführt wird und so noch schnellere Druckgeschwindigkeiten möglich sind.

1886 entwickelte Ottmar Mergenthaler die erste Zeilensatzmaschine, die Lynotype.

1886 wird ein Vertrag zum internationalen Schutz des Urheberrechts geschlossen, die Berner Übereinkunft.
 

20. Jahrhundert

1901 wird der erste Nobelpreis für Literatur an Rene Prudhomme verliehen.

1904 wird der Offsetdruck erfunden und ermöglicht die schnellere und preiswertere Produkktion von Büchern.

1921 gründet C. A. Dawson-Scott die internationale Schriftstellervereinigung PEN.

1933, nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland, beeinträchtigen Vefolgung jund Ermordung von AugtorInnen international das Bücherschaffen. Am 10. Mai 1933 kommt es in Deutschland zur Bücherverbrennung.

1945 erwächst mit Lizenzen der alliierten Behörden das Buchschaffen neu. Es entsteht die so genannte Nachkriegsliteratur.

1946 findet die erste Nachkriegsmesse in Frankfurt statt.
Ab 1950 setzt der Fotosatz den Bleisatz mit Maschinen ab.

1955 tritt das Welturheberrechtsabkommen in Kraft und schützt Werke von AutorInnen bis zu 70 Jahre nach deren Tod.

1962 werden erstmals Computer bei der Satzherstellung eingesetzt und revolutionieren die Buchherstellung.

1969 wird im deutschen Sprachraum die ISBN eingeführt, da der Buchmarkt inzwischen unüberschaubar gross war.

1971 erscheint das VLB, Verzeichnis lieferbarer Bücher, zum ersten Mal.
1985 wurde das Desktop-publishing, DTP, zur Satzherstellung eingeführt.

1987 findet die erste eigene Buchmesse in Genf statt


 


 
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