hallo Ahrendt - WISSEN - Philosophie
   
  Ahrendt
  WISSEN - Philosophie
 

Die Physik hilft uns, die Welt zu erkennen,

die Philosophie hilft uns, die Welt zu erklären

und die Psychologie hilft uns, in dieser Welt zu leben

und die Menschen und uns selbst zu verstehen.


Philosophie ist nicht nur eine Wissenschaft, mit der sich Forscher und Dozenten an Univer­sitäten und Hochschulen beschäftigen. Philosophie ist weit mehr, Philosophie ist eine ganz konkrete und praktische Richtschnur für Beruf und Alltag, für ein gelungenes Leben.

Der Beginn der Philosophie

Bereits in der Antike, als die Menschen langsam begannen, sich von ihren allzu mensch­lichen Göttern abzuwenden, dachten die klügsten Köpfe ihrer Zeit über die Welt und ihre Zusam­mensetzung nach.

Unsere kleine Reise in die Philosophie beginnt im 6. Jahrhundert vor Christus im antiken Griechenland. Auf einem der zahlreichen Märkte, die in den Städten dieses grossen Reiches überall zu finden sind, herrscht ein lebendiges Treiben von Stadtbürgern, Soldaten, Bauern und Sklaven. Überall dringen Gesprächsfetzen an unsere Ohren. Es wird gehandelt, geplau­dert und diskutiert. Besonders hervorgetan haben sich in den verschiedenen Diskussionen die Liebhaber der Weisheit, die Philosophen.

Die Fragen, mit denen sie sich beschäftigten waren zu Beginn noch sehr materialistisch geprägt. Woraus besteht die Welt? Wie setzen sich die Dinge zusammen? Welche Elemente gibt es? Mit Xenophanes, der formulierte, dass der Mensch auf der Welt ist, um Wissen zu schaffen und Protagoras, der den Menschen zum Mass aller Dinge erklärte, wurde zum ersten Mal der Mensch selber zum Objekt der Betrachtungen.

 

Thales von Milet Anaximenes, 6. JH vC,

Naturphilosophie

Alles entsteht aus einer einzigen Grundsubstanz!

Pythagoras, 6. JH vC,  

Pythagoräische Schule, Zahlen als Prinzip des Mathe­ma­tischen. Und des Seienden!

Die Zahl ist das wesentliche aller Dinge!

Heraklit, 6. JH vC,

Der Urstoff von allem ist das Wasser

Alles ist im Fluss!

Demokrit, 4.Jh vC, 

Atomisten. Die Materie besteht aus kleinsten Partikeln, den Atomen

Alles, was existiert ist die Frucht von Zufall und Notwendigkeit!

 

Philosophie beschäftigt sich mit Selbsterkenntnis

Mittlerweile befinden wir uns im 4. Jahrhundert vor Christus. Unser Weg führt uns nach Delphi, einer kleinen Stadt am Hange des Parnass. Hier, so sagen die Griechen, befindet sich das Zentrum der Welt. Darum stellten Sie hier auch den Omphalos-Stein auf und nannten ihn den Nabel der Welt. Doch viel interessanter für uns ist das so genannte Orakel von Delphi. Unzählige Pilger besuchten dieses Orakel und wollten Antworten auf ihre Fragen zu ihrer Zukunft bekommen.

Doch bevor die Rat Suchenden das Orakel befragen konnten, wurden sie am Eingang mit der Inschrift „gnôthi seautón“, „Erkenne dich selbst“, empfangen. Und genau das war die wirklich wichtige Botschaft dieses Orakels. Diese bekannte Aufforderung deutet auf die eigentliche Absicht des Kultes hin, nämlich die Lösung individueller Probleme und Fragestellungen durch die Auseinandersetzung mit der eigenen inneren Persönlichkeit. Die Erkenntnis des Inneren, des Selbst,  war damit der Zugang zur Problemlösung in der Aussenwelt.

 

Protagoras, 4. JH vC,

Sophismus. Das Erschliessen argumentativer Prozesse

Der Mensch ist das Mass aller Dinge!

Sokrates, 3. JH vC,

Philosophischer Dialog, selbständiges Denken

Ich weiss, dass ich nichts weiss!

Platon, 3. JH vC,

Akademie Platons

Die Objekte sind nur unvollkommene Abbilder der Ideen!

Aristoteles, 3. JH vC,

Peripatetische Schule

Erkenntnis wird aus Erfahrung ge­won­nen!

 

Philosophie beschäftigt sich mit Selbstbestimmung

Mit dem Tode Alexanders des Grossen zerfiel nach und nach auch dieses Riesenreich in unzählige Kleinstaaten, die unentwegt Kriege gegeneinander führten. Immer wieder neue Herren, immer wieder neue Vorschriften und Gesetze, das war das Schicksal der Menschen in dieser Zeit. Langsam übernahm das römische Reich die Herrschaft in vielen Gebieten und setzte seine Herren, Gesetze und Götter durch. In so bewegten, unruhigen und unsicheren Zeiten mussten die Menschen sich auf sich selber besinnen.

In dieser Zeit der unsicheren Verhältnisse und der Ausbreitung des römischen Reiches Christentums kamen die wichtigen Denker von Diogenes über die Skeptiker, die Epikureer und die Stoiker immer wieder zu dem Schluss, dass der Mensch sein Leben selber bestimmen muss, wenn er glücklich und zufrieden leben will.

Diogenes, 3. JH vC,

Kyniker (Zynismus). Verzicht auf alles Materielle!

Reichtum ist die Kotze des Glücks!

Epikur, 2  JH vC,

Epikureismus. Das Ziel des Menschen ist ein möglichst genussvolles Leben!

Das Entstehen des höchsten Gutes und der Genuss daran sind gleichzeitig!

Zenon, 2. JH vC.

Stoizismus. Vernunft ist göttliche Vorsehung , Verzicht aufs Materielle

Der Charakter ist die Quelle des Lebens!

Pyrrhon, 2. JH vC,

Skeptizismus (Zweifel)

Man kann nicht zur Erkenntnis der letzten Wahrheiten gelangen!

 

Philosophie beschäftigt sich mit Glaube

Mit dem Zusammenbruch des römischen Reiches wurden seine Gebiete von anderen Völkern besetzt. Die klassische Zivilisation, die griechische, hellenistische und römische Kultur versanken in Schutt und Asche. Oft waren es untereinander verfeindete heidnische Horden die alles verwüsteten. Es war eine Zeit der ständigen Kriege. Not und Elend der Menschen waren weit verbreitet, und damit auch Hunger du Krankheiten. Auch die Veränderungen der Produktionsgrundlagen wirkten sich auf die Menschen aus. Waren sie vorher oft Sklaven, deren Leben einzig in der Hand der Sklavenbesitzer lag, ihnen jedoch Nahrung und Leben sicherte, wurden sie nun zu Leibeigenen, deren Überleben für den Feudalherren und Grundbesitzer keine Wichtigkeit mehr hatte. Sie mussten für sich selbst sorgen. Das Überleben eines einzelnen Menschen zu dieser Zeit war mehr als ungewiss. So ungewiss wie alle Lebensumstände in dieser Zeit. Das einzige, was den Menschen Halt bot, war der Glaube.

In dieser Zeit entstand das Christentum, dass die alten Götter durch den einen Gott ersetzte, der nun nicht mehr das Schicksal der Menschen lenkt und bestimmt, sondern der den Menschen Hoffnung und Halt gibt, darauf zu vertrauen, dass sie, wenn sie nur das Richtige tun, ein besseres Leben erreichen können. 

Augustinus, 4.JH,

Christentum

Zum Verstehen muss man glauben - um zu Glauben, muss man verstehen!

Anselm von Canterbury, 9. JH,

Scholastik. Kunst der Beweisführung. Nachweis existierender Glaubensdogmen

Ich glaube, um zu verstehen!

Thomas von Aquin, 13. JH,

Metaphysik.

Christliche Dogmen müssen über den Glauben akzeptiert werden!

 

Philosophie beschäftigt sich mit Wahrheit

Das spätere Mittelalter brachte aber auch eine Entwicklung der Wissenschaften mit sich. Es entstanden die ersten Universitäten, der aufschwingende Handel brachte Menschen und Städte näher zueinander. Es entstanden erste Manufakturen.  Die Menschen lösten sich allmählich von der Hoffnung auf ein besseres Leben im Jenseits und begannen, das Diesseits, die Welt, der sie lebten, genauer zu betrachten. Die Welt wurde erkundet und neue Welten entdeckt.

Die Philosophie zeigte den Menschen die Notwendigkeit, nach der Wahrheit zu suchen und für sie einzustehen. Nur wer sich der Wahrheit verpflichtet, kann seinem Leben die richtige Richtung geben.

Roger Bacon, 13. JH,

Scholastik Notwendigkeit kontrollierter Beobachtung

Klug fragen ist die halbe Wahrheit!

Galileo Galilei, 17. JH,

Mechanik

Die Natur ist nach mechanischen Gesetzen aufgebaut!

Thomas Hobbes, 17. JH,

Menschliches Verhalten entwickelt sich aus Gesetz der Selbsterhaltung

Der Mensch ist des Menschen Wolf!

 

Philosophie beschäftigt sich mit Freiheit

Mit dem Aufschwung der Wissenschaften, dem immer stärker zunehmendem Handel, der Ent­deckung immer neuer Teile der Welt im 17. und 18. Jahrhundert, ging eine Befreiung des Menschen von den Zwängen und der Unterdrückung durch die Autoritäten einher. Aufstände, Re­­vol­ten und Revolutionen waren an der Tagesordnung. Besonders die französische Revo­lution veränderte die Welt von Grund auf. Es wuchsen die Möglichkeiten, die den Men­schen offenstanden.

Es war vor allem Isaac Newton, der die seit alters her bestehenden Autoritäten wie Kirche oder Staat ihrer Macht beraubte und den freien Willen des Menschen betonte. Mit der wissen­schaftlichen Erklärung der Welt, mit Naturgesetzen, denen alle Bewegungen unterworfen sind, stellte sich jedoch auch die Frage, wie frei der Wille des Menschen denn sei, wenn er nicht mehr den strengen Autoritäten sondern einzig naturwissenschaftlichen Gesetzen unterworfen ist.

Rene Descartes, 17. JH,

Rationalismus

Ich denke, also bin ich!

Baruch Spinoza, 17. JH,

Materialismus (Das Sein ist wesentlich)

Gott, die Substanz und die Natur sind identisch!

John Locke, 17. JH,  

Empirismus (Alles ist Erfahrung)

Ideen sind einfache Elemente der Erfahrung!

Jean Jaques Rousseau, 17. JH,

Aufklärung (Abkehr von Gott)

Der Mensch ist frei geboren!

Immanuel Kant, 18. JH,

Idealismus. Kategorischer Imperativ.

Der freie Wille ist gesetzgebend!

Georg W.F. Hegel, 18. JH,

Dialektik. Die Entwicklung erfolgt im dialektischen Prozess

Nichts kommt ohne Interesse zustande!

 

Philosophie beschäftigt sich mit Wahrnehmung

Es stand nun im19. Jahrhundert also die Frage im Raum, wie die Menschen ihre Freiheit nut­zen. Es ging um die Pflicht, im Einklang mit der Vernunftordnung zu leben und Sinneser­fahrungen zu interpretieren und zu ordnen. Doch dazu musste der Mensch sich erst einmal selbst kennen. Und so beschäftigte man sich bereits im 19. Jahrhundert sehr stark mit physiologischen Fragen und den einzelnen Sinneswahrnehmungen. Nur wer die Wirklichkeit erkennt, kann sie verändern.

A. Schopenhauer, 19. JH,

Atheismus

Der Mensch ist Produkt einer irrationalen Idee!

Ludwig Feuerbach, 19. JH,

Materialismus

Erkenntnis ist von objektiven Befunden abhängig!

 

Philosophie beschäftigt sich mit Handeln

Mit der immer umfassenderen Wahrnehmung seiner selbst erkannte der Mensch auch immer stärker seine Rolle in der Welt. In dieser Zeit wurde der Mensch vom Objekt zum Subjekt der Geschichte. Es ging nun nicht mehr so sehr darum, die Welt oder sich selbst nur zu erkennen, sondern darum, sich bewusst zu verändern, etwas zu tun.

Es ging im 19. Jahrhundert um die Frage, die Arthur Schopenhauer formulierte. Nämlich darum, dass dem uns "angeborenen und unveränderlichen Charakter" stets die grösste Aufmerk­samkeit zu widmen ist, da dieser unser Handeln "im Ganzen und Wesentlichen" bestimmt. Nur wer handelt, bestimmt sein Dasein.

Friedrich Nietzsche, 19. JH,

Atheismus

Der Ursprung alles Seins ist der Wille zur Macht!

Sören. Kierkegaard, 19. JH,

Existenzphilosophie

Wahrheit kann nicht gelernt werden!

Karl Marx, 19. JH,

Dialektischer Materialismus

Es kommt darauf an, die Welt zu verändern!

 

Philosophie beschäftigt sich mit Sprache

Das 21. Jahrhundert war von unglaublichen Veränderungen geprägt. In der Politik, der Kultur geschahen grosse Umwälzungen. Wieder wurden die Menschen stark verunsichert. Enorme Widersprüche taten sich auf. Auf der einen Seite elende Ausbeutung und Armut, auf der anderen Seite unglaublicher Luxus. Das führte natürlich zu hitzigen Debatten und Diskussionen. Jeder und jede hatte eine Meinung zu den Problemen der Welt. Das Problem, das hier plötzlich auftrat, war, dass zwar viele Menschen miteinander redeten und stritten, aber sich kaum mehr verstanden. Es wurde deutlich, dass man sich einigen musste, worüber man redete. Dass man die gleiche Sprache sprechen musste, um sich zu verstehen.

Nur wer über eine umfassende und genaue Sprache verfügt, kann kommunizieren und so andere gewinnen. Nur wenn der Mensch sich bewusst ist, welche Rolle die Sprache spielt, wenn er sich mit anderen Menschen wirklich auseinandersetzen und beschäftigen will, wird er auch in der Lage sein, das was andere Menschen sagen, auch tatsächlich zu verstehen, sich den anderen Menschen wirklich mitzuteilen.

Gottlob Frege, 20. JH,

Logik

Sinn und Bedeutung von Begriffen und Namen sind unterschiedlich!

L. Wittgenstein, 20. JH,

Logik

Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen!

Lew Wygodski, 20. JH,

Logik

Die Sprache ist ein Werkzeug!

 

Philosophie beschäftigt sich mit Denken

Da die Sprache auch immer Ausdruck der Gedanken ist, begann man in der gleichen Zeit, sich auch verstärkt, mit dem Denken der Menschen zu beschäftigen. Es ging um die Frage, wie sich das menschliche Bewusstsein entwickelt. Es wurde untersucht, wie sich die Menschen entwickeln, wie sich ihr Denken verändert. Und wie man auf die Entwicklung und das Denken der Menschen positiv einwirken kann.

Die wichtige Erkenntnis der Philosophie in dieser Zeit war, dass die Fähigkeit zu Denken nicht etwas Statisches, Unveränderliches ist, sondern dass der Mensch Einfluss auf sein Denken nehmen kann. Mit der Ausrichtung des Denkens und des Handelns also hat jeder Mensch selber in der Hand, wie glücklich und erfolgreich er in seinem Leben ist.

Edmund Husserl, 20. Jh,

Phänomenalismus

Man sieht keine Gegenstände, man nimmt nur Sinnesdaten wahr!

Antonio Gramsci, 20. JH,

Erkenntnistheorie

Die Rolle der Intellektuellen in der Gesellschaft

Neben der Philosophie, trägt hier die Psychologie einen wesentlichen Anteil. Namen wie Spearman, Binet, Freud, Adler oder Piaget trugen Wertvolles in dieser Diskussion bei.

 

Philosophie beschäftigt sich mit Verantwortung

In der Mitte des 20.Jahrhunderts wurden die Menschen auf das Schrecklichste geprüft. Der 2. Weltkrieg und der Faschismus brachten alle Wertvorstellungen ins Wanken. Viele Menschen wurden zu brutalen Mördern. Die Technik, die Wissenschaft wurde missbraucht, Menschen zu töten, ja, sogar auszurotten. Doch auch in dieser schweren Zeit, gab es Menschen, die versuchten zu verstehen, was hier vor sich ging. Und es gab Menschen, die sich dieser unmenschlichen Welt entgegenstellten.

In dieser schweren Zeit wurde es mehr als deutlich, dass die Menschen mit ihrer Freiheit und ihrer Fähigkeit zum Denken und Handeln gleichzeitig auch die Verantwortung für ihre Taten übernehmen müssen.

M. Heidegger, 20. JH,

Existenzphilosophie

Der Mensch ist ein fürsorgendes Wesen, dass mit dem Kosmos in Verbindung steht!

J. - P.Sartre, 20. JH,

Existenzialismus

Da der Mensch verneinen und lügen kann, hat er Freiheit aber auch Verantwortung!

Karl Jaspers, 20. JH,

Existenzphilosophie

Die Existenz ist das, was der Mensch sein kann!

Karl Popper, 20. JH,

Existenzphilosophie

Die „offene Gesellschaft“ entwickelt sich in einem dauernden Prozess!

Hannah Arendt, 20. JH,

Ethik

Der Mensch trägt als Individuum Verantwortung für sein Handeln!

 

Philosophie beschäftigt sich mit Veränderung

Der Wiederaufbau und die wirtschaftliche Expansion in den 60er Jahren führten zu einer optimistischeren Herangehensweise an Probleme. In den 70er Jahren wurden in der Arbeits- und Organisationspsychologie vor allem in Westeuropa humanistische Konzepte der Arbeits­gestaltung entwickelt. Die Steigerung der Qualität des Arbeitslebens und die Humanisierung der Arbeit durch Arbeits- und Aufgabengestaltung waren beherrschende Themen. In das Denken und Handeln der Menschen hielt der Gedanke nach Erfolg Einzug.

T. W.Adorno, M. Horkheimer, 20. JH,

Frankfurter Schule

Gesellschaftliche Verhältnisse sind zu verändern!

E. Fromm, 20. JH,

Motivation

Der Mensch steuert sich selbst!

Hans Saner, 20. JH,

Schweiz

Was ist die Gesellschaft?

Im Rahmen dieser Debatten traten immer stärker auch wieder Psychologen in den Vordergrund. Maslow, Rogers, Csikszentmihalyi, Enkelmann, Carnegie oder Peale waren hier wichtige Ideengeber.

 

Philosophie beschäftigt sich mit Glück

Nicht erst seit heute streben die Menschen nach einem glücklichen, sinnerfüllten Leben, doch die Möglichkeiten, dieses Leben zu führen sind heute ungleich grösser als je zuvor. Mit der Ausrichtung des Denkens und des Handelns also hat jeder Mensch selber in der Hand, wie glücklich und erfolgreich er in seinem Leben ist.

Philosophie oder philosophisches Denken greift in alle Lebensbereiche des Menschen ein. Daher sind auch viele der östlichen Philosophien, Lebenshilfe-Ratgeber oder gar esoterische Themen Bestandteil einer Auseinandersetzung mit der Welt, der Gesellschaft und insbesondere mit sich selbst.

 

Die Philosophie unterscheidet verschiedene Richtungen, Spezialgebiete, Methoden und Positionen voneinander. Die wichtigsten sind:

Logik (Aristoteles, Frege, Russel) 

Gesetzmässigkeiten der Folgerichtigkeit

Jede Wirkung hat eine Ursache

Erkenntnistheorie (Platon, Descartes, Locke, Kant)

Vorraussetzungen, Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Erkenntnis.

Ist die Welt zu erkennen?

Ontologie (Platon)

Die Frage nach dem Sinn und Zweck alles Seins.

Metaphysik (Thomas von Aquin, Leibnitz)

Die Frage nach dem Ursprung, Grund und Ziel allen Seins,

Antropologie (J. Jakob Bachofen, C. Levy-Strauss)

Mensch und Menschheit. Evolutionstheorie, Genetik

Ästhetik (Demokrit, Augustinus, Calvin)

Lehre der sinnlichen Wahrnehmungen

Ethik (Stoiker, Epikureer, Thomas von Aquin, Kant)

Kriterien für die Beurteilung von Handlungen

 

Methoden und Positionen

Empirismus leitet Erkenntnis aus den Sinneserfahrungen ab.

Rationalismus leitet alles aus vernünftigen Schlussfolgerungen ab

Kritizismus Verfahren der Prüfung der Bedingungen und der Voraussetzungen

Skeptizismus: weder der Verstand noch die Erfahrung bringen unfehlbare Erkenntnis

Dialektik ist eineMethode der Rhetorik  

Idealismus betrachtet das Sein und die Welt auf einer Idee, dem Geist oder der Vernunft basierend

Materialismus betrachtet die Gedanken und Ideen als Erscheinungsform der Materie

Existenzialismus betont die Individualität, Freiheit und Subjektivität des Einzelnen

Konstruktivismus sagt, dass die Wirklichkeit  erfunden und nicht entdeckt wird

 

Wichtige Philosophieverlage

Akademie Verlag Leibnitz, Feuerbach, Marx, Engels, Deutsche Zeitschrift für Philosophie

Verlag Karl Alber Bernet, Buchheim, Holzhey, Zeitschrift Saceulum

Argument Verlag Haug, Althusser, Labica, Zeitschrift  Das Argument

Beck Verlag Anders, Hegel, Höffe, Illich, Frege

De Gruyter Kant, Nietzsche, Kierkegaard, Archiv für Geschichte der Philosophie

DTV Epiktet, Augustinus, Gaarder,

Klostermann Aristoteles, Heidegger, Gehlen, Zeitschrift für philosophische Forschung

Meiner Verlag Cassirer, Hegel, Kant, Philosophische Bibliothek, Zeitschrift  AfB

Mentis Verlag Bluhm, Döring, Balzer, Zeitschrift Ethica,

Metzler Verlag Schmitt, Schelling, Overbeck, Nietzsche, Internat. Zeitschrift für Philosophie

Mohr Siebeck Verlag Karl Popper, Max Weber, Zeitschrift Philosophische Rundschau

Max Niemeyer Verlag Heidegger, Wirz, Husserl

Philo Verlag Arendt, Chomsky, Diderot, Zeitschrift Blätter für deutsche und internat. Politik

Suhrkamp Adorno, Focault, Benjamin, Habermas,

UTB Studentenausgaben, Einführungen

 

Wichtige philosophische Schriften

Heraklit (um 500 v. Chr.): Über die Natur (Alles fließt)

Parmenides (um 500 v. Chr.): Über die Natur (Ontologisches Lehrgedicht des Gegenspielers von Heraklit)

Platon (345 v. Chr.): Phaidon (Sokrates über das Verhältnis von Leib und Seele aus platonischer Sicht)

Platon (345 v. Chr.): Der Staat (Theorie der Gerechtigkeit in Dialogform - mit dem berühmten Höhlengleichnis)

Aristoteles (um 330 v. Chr.): Metaphysik (Aristoteles) (Grundlegung der Philosophie)

Aristoteles (um 330 v. Chr.): Nikomachische Ethik

Epiktet (um 100 n. Chr.): Encheiridion/Handbüchlein der Moral 

Boethius (470-524): Trost der Philosophie (Letzter antiker Philosoph)

Augustinus (um 400): Bekenntnisse (Philosophisch durchreflektierter Werdegang)

Augustinus (354-430): Über den Gottesstaat lateinisch de civitate dei (Erste christliche Geschichtsphilosophie Anselm von Canterbury (um 1080): Proslogion (Erste Darstellung eines ontologischen Gottesbeweises)

Thomas von Aquin (um 1269): Erörterungen der Fragen nach der Wahrheit

Wilhelm von Ockham (um 1325): Summe der Logik

Nikolaus von Kues (1440): Über die belehrte Unwissenheit

Thomas Morus (1516): Utopia (Ein Insel-Abenteuer mit recht modernen Vorstellungen vom idealen Staat)

Francis Bacon (1620): Neue Methode oder wahre Angaben zur Erklärung der Natur

René Descartes (1637): Abhandlung über die Methode, seine Vernunft richtig zu leiten

Thomas Hobbes (1651): Leviathan oder Stoff, Form und Gewalt eines bürgerlichen Staates

Spinoza (1677): Ethik, nach der geometrischen Methode dargestellt

John Locke (1690): Versuch über den menschlichen Verstand

George Berkeley (1710): Eine Abhandlung über die Prinzipien der menschlichen Erkenntnis

Gottfried Wilhelm Leibniz (um 1710): Monadologie

David Hume (1740): Ein Traktat über die menschliche Natur

Jean-Jacques Rousseau (1762): Vom Gesellschaftsvertrag oder Prinzipien des Staatsrechtes

Immanuel Kant (1781): Kritik der reinen Vernunft

Johann Gottlieb Fichte (1795): Grundlage der gesamten Wissenschaftslehre

Friedrich Wilhelm Joseph Schelling (1800): System des transzendentalen Idealismus

Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1807): Phänomenologie des Geistes

Arthur Schopenhauer (1819): Die Welt als Wille und Vorstellung (Hauptwerk des phil. Pessimismus)

Søren Kierkegaard (1843): Entweder-Oder

Max Stirner (1844): Der Einzige und sein Eigentum (Kritik an Staat, Gott, dem Kommunismus)

Karl Marx (1844): Ökonomisch-philosophische Manuskripte

Karl Marx (1845): Thesen über Feuerbach (es kommt darauf an, die Welt zu verändern)

Karl Marx & Friedrich Engels (1846): Die Deutsche Ideologie

John Stuart Mill (1863): Der Utilitarismus (Darstellung des Guten als des Nützlichen)

Charles Sanders Peirce (1878): Über die Klarheit unserer Gedanken

Friedrich Nietzsche (1882): Die fröhliche Wissenschaft, (1885): Also sprach Zarathustra, (1886)

Gottlob Frege (1892): Über Sinn und Bedeutung

Edmund Husserl (1907): Die Idee der Phänomenologie

Ludwig Wittgenstein (1919): Tractatus Logico-Philosophicus

Martin Heidegger (1927): Sein und Zeit ("Existenzielle" Interpretation des menschlichen Lebens)

Karl Jaspers (1932): Philosophie (Japers) (Existenzphilosophie)

Karl Popper (1934): Logik der Forschung (Wissenschaftstheorie)

Albert Camus (1942): Der Mythos von Sisyphos (Geistreiche Auseinandersetzung mit dem Absurden)

Jean Paul Sartre (1943): Das Sein und das Nichts (Philosophisches Hauptwerk des Existenzialismus)

Max Horkheimer & Theodor W. Adorno (1944): Dialektik der Aufklärung

Jean-Paul Sartre (1947): Ist der Existentialismus ein Humanismus?

Ludwig Wittgenstein (1950): Philosophische Untersuchungen

John Langshaw Austin (1962): Zur Theorie der Sprechakte

Michel Foucault (1966): Die Ordnung der Dinge

Jacques Derrida (1967): Die Schrift und die Differenz


 
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